Im Gespräch mit unserer Schulleiterin: Bernice Ressel

Erzählen Sie uns ein bisschen über sich. 

Bernice Ressel - Schulleiterin - Deutsche Schule Melbourne

Ich komme ursprünglich aus Gelsenkirchen, einer deutschen Stadt im Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Ich war schon immer ein Fan von bilingualer Schulbildung.

Als ich meine Ausbildung als Deutsch- und Englischlehrerin abgeschlossen habe, bin ich um die Welt gereist und habe in Oxfordshire, Tokyo und in verschiedenen Städten Deutschlands gearbeitet, bis ich 2015 nach Australien zog.

Warum haben Sie sich der DSM angeschlossen?

In 2015 übernahm ich die Schulleitung an der DSM.
Was mir am meisten an dieser Schule gefallen hat, waren die progressiven Lernmethoden und die kleine aber offene, freundliche und eng zusammenhängende Gemeinschaft.

Die DSM begrüßt die Vielfalt der Kulturen und der Gedanken. Hier kommen Menschen aus verschiedensten Ländern zusammen. Die Kinder können all die unterschiedlichen Kulturen hautnah erleben und dabei die Erfahrungen sammeln, die ihr Leben auch in Zukunft bereichern werden.

Was bedeutet Erfolg für Sie?

Erfolg heißt für mich, die beste Version von sich selbst zu sein.

Ich glaube, Erfolg bedeutet, nicht nur gute Noten zu haben, aber sich auch als Person weiterzuentwickeln. Deswegen ist es für mich als Schulleiterin wichtig, dass wir die Kinder dazu fördern, ihr volles Potenzial zu entfalten und auszuleben.

Natürlich streben wir hohe akademische Leistungen an, aber wir vergessen beim Lernen nicht den Spaß und die positiven Erfahrungen. Und das erreichen wir durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern, LehrerInnen und dem ganzen Schulpersonal.

Fördern. Inspirieren. Herausfordern. Das ist wofür wir uns bei der DSM einsetzen.

Wie wichtig ist es, die Eltern in das Schulleben mit einbeziehen?

Es ist unverzichtbar.

Wir haben eine Umgebung geschaffen, wo die SchülerInnen verschiedene Kulturen kennenlernen und erleben können. Aber es sind im Endeffekt die Eltern, die sich entscheiden, ihre Kinder bei uns einzuschreiben. Von den Eltern hängt es auch ab, ob das, was wir den Kindern beibringen, auch außerhalb der Schule gelebt wird.

Seit 2017 gibt es an der DSM auch einen Elternbeirat. Dieser gibt den Familien die Möglichkeit, sich an dem Schulleben aktiv zu beteiligen und an vielen Schulprojekten mitzuwirken. Unser Elternbeirat unterstützt die Kultur der Zusammen-arbeit und macht unsere offene und freundliche Gemeinschaft stärker.

Welche Beziehungen hat die DSM zu der breiteren Gemeinschaft?

Wir arbeiten eng mit den örtlichen und deutschsprachigen Gemeinden zusammen und organisieren gemeinsame Veran-staltungen, wobei die SchülerInnen mitwirken und die unterschiedlichen Kulturen hautnah erleben können. Dabei sam-meln sie die Erfahrungen, die ihnen helfen werden, offen, einfühlsam und selbstbewusst durch die moderne Welt zu gehen.

Im Gespräch mit unserem Vorstand: Florian Dehne

Vorstandsvorsitzender - Deutsche Schule Melbourne

Wie ist die DSM entstanden?

Meine Frau und ich sind 2002 aus Hannover, Deutschland nach Australien gezogen. Dann wurde unsere Tochter geboren, und wir haben uns gewünscht, dass sie die beiden Kulturen erleben kann.

Genau zu dieser Zeit besuchte ich einen Vortrag des Schulleiters der German International School aus Sydney. In seiner leidenschaftlichen Rede hat er vieles davon angesprochen, was mir am Herzen liegt. Diese Erfahrung gab den Anstoß für die Gründung der DSM.

Was hat DSM bis jetzt erreicht?

Als die DSM 2008 gegründet wurde, hatten wir nur 14 SchülerInnen. Jetzt sind es über 100 - die Zahl, die selbst unsere Erwartungen übertroffen hat. 

Am Anfang betrieben der Vorstand, das Schulpersonal und die freiwilligen Helfer die Schule gemeinsam in einer engen Zusammenarbeit. Mit der Zeit haben die einzelnen Rollen mehr an Fokus gewonnen.

Heute ist der Vorstand für die Führung der Schule verantwortlich, und dafür, dass die DSM ihrer Mission treu bleibt.

Ich stehe Frau Ressel und den MitarbeiterInnen als Mentor und Vertrauter zur Seite und hoffe, dies noch sehr lange zu bleiben.

Wie haben Sie das Führungsteam der DSM zusammengestellt?

Wir haben von Anfang an darauf geachtet, dass wir nur kompetente und motivierte Mitarbeiter mit ins Boot holen, die auch zu der Kultur, die wir schaffen wollten, passten.

Jedes Vorstandsmitglied will für die Schule nur das Beste und geht seinen Aufgaben mit Leidenschaft, Empathie und Respekt nach.

Nur ein solch positiv eingestelltes und produktives Team kann die DSM in die Zukunft leiten.

Wie würden Sie die DSM heute beschreiben?

Der Schule geht es in mehrfacher Hinsicht gut.
Die akademischen Leistungen unserer SchülerInnen sind ausgezeichnet. Wichtiger noch, die Kinder lieben es, morgens in die Schule zu gehen.

Obwohl die Kinder die DSM nach der 6. Klasse verlassen, unterstützen wir sie weiter durch unseren DSD Programm.

Wie sieht die Zukunft für DSM aus?

Die Schule wächst mit jedem Jahr, und das gibt uns die Möglichkeit, mehr zu tun, und es besser zu tun.

Schon seit unserem ersten Jahr wollten wir nicht nur eine Grundschule sondern auch eine Sekundarschule sein, weil wir die SchülerInnen länger begleiten wollen. Unser Ziel ist es, ein Gemischtsprachiges IB anzubieten - einen Abschluss, der in Deutschland als ein Äquivalent zum deutschen Abitur anerkannt ist.

Ich freue mich sehr, berichten zu können, dass wir schon an den konkreten Plänen und Genehmigungen arbeiten und mit verschiedenen Interessenvertretern im Gespräch stehen.